Lipödem

Der Begriff Lipödem bedeutet „Schwellung im Fettgewebe“. Es handelt sich um eine angeborene Fettverteilungsstörung, die ausschließlich bei Frauen auftritt. Diese verursacht eine seitengleiche Umfangsvermehrung der Beine, gelegentlich auch der Arme bei schlankem Oberkörper und Bauch. Es besteht eine Neigung zu Flüssigkeitseinlagerungen. Die Berührung des Fettgewebes ist sehr schmerzhaft und führt häufig rasch zu Blutergüssen. Oft entwickeln sich diese Beinveränderungen im Rahmen einer hormonellen Umstellung (Pubertät, Schwangerschaft, Menopause). Da häufig mehrere weibliche Familienmitglieder betroffen sind, geht man von einer genetischen Disposition aus. Das Lipödem ist progredient, d. h. es nimmt im Laufe der Jahre zu.

Man unterscheidet drei Schweregrade:

  1. Glatte Hautoberfläche. Fettgewebsvermehrung im Bereich von Unter- und OS mit Einschnürung am Knöchel und schlankem Fuß, bzw. entsprechend am Arm.
  2. Unebene, überwiegend wellenartige Hautoberfläche, knotige Verhärtungen im Unterhautfettgewebe.
  3. Ausgeprägte Umfangsvermehrung  mit überhängenden Gewebeanteilen und tiefer Furchenbildung.