Schmerzen beim Gehen

pAVK behandeln in Heilbronn

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit, kurz pAVK, ist eine Durchblutungsstörung der Beine oder seltener der Arme. Viele Betroffene bemerken zunächst Schmerzen beim Gehen, die nach einer Pause wieder nachlassen. Deshalb wird die Erkrankung auch „Schaufensterkrankheit“ genannt. In unserem MVZ für Gefäßmedizin und Venentherapie in Heilbronn klären wir sorgfältig ab, ob eine arterielle Durchblutungsstörung vorliegt und welche Behandlung sinnvoll ist.

Was ist eine pAVK?

Bei einer pAVK sind Arterien verengt oder verschlossen. Dadurch gelangt nicht mehr ausreichend sauerstoffreiches Blut in die betroffenen Bereiche. Meist sind die Beine betroffen. Die Ursache sind häufig Ablagerungen in den Gefäßwänden, die den Blutfluss zunehmend einschränken.

Die Erkrankung kann lange unbemerkt bleiben. Erste Beschwerden zeigen sich oft erst, wenn die Muskulatur beim Gehen mehr Sauerstoff benötigt, die Durchblutung aber nicht mehr ausreicht. Eine frühzeitige Abklärung ist wichtig, um die Beschwerden einzuordnen und das Fortschreiten der Gefäßerkrankung möglichst zu bremsen.

Beschwerden bei pAVK

Typisch für eine pAVK sind Schmerzen in Wade, Oberschenkel, Gesäß oder Fuß, die nach einer bestimmten Gehstrecke auftreten und in Ruhe wieder nachlassen. Viele Patientinnen und Patienten bleiben dann kurz stehen, bis die Schmerzen nachlassen – daher der Begriff „Schaufensterkrankheit“.

Im weiteren Verlauf können Schmerzen auch in Ruhe auftreten. Kalte Füße, schlecht heilende Wunden, Hautveränderungen oder eine deutlich eingeschränkte Gehstrecke können ebenfalls Hinweise auf eine relevante Durchblutungsstörung sein. Solche Beschwerden sollten zeitnah gefäßmedizinisch abgeklärt werden.

Diagnostik pavk

Therapiemöglichkeiten bei pAVK

Die Behandlung einer pAVK richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung, den Beschwerden, der Gehstrecke, den Risikofaktoren und dem Zustand der Gefäße. Ziel ist es, die Durchblutung zu verbessern, Beschwerden zu lindern, die Gehstrecke zu verlängern und schwerwiegende Folgen zu vermeiden.

Gefäßmedizinische Diagnostik

Am Anfang steht eine genaue Abklärung der Beschwerden. Dazu gehören die körperliche Untersuchung, die Beurteilung der Pulse und je nach Befund Messungen der Durchblutung sowie Ultraschalluntersuchungen der Arterien.

So lässt sich einschätzen, ob eine pAVK vorliegt, wie stark die Durchblutung eingeschränkt ist und welche Therapie medizinisch sinnvoll ist. Die Diagnostik hilft außerdem, andere Ursachen für Beinschmerzen, zum Beispiel orthopädische oder neurologische Beschwerden, besser abzugrenzen.

Gehtraining

In frühen Stadien ist Gehtraining ein zentraler Bestandteil der Behandlung. Regelmäßiges, gezieltes Gehen kann helfen, die Durchblutung der Muskulatur zu verbessern und die schmerzfreie Gehstrecke zu verlängern. Die aktuelle S3-Leitlinie empfiehlt Patientinnen und Patienten mit pAVK im Stadium II als erste Therapie ein strukturiertes Gehtraining zusammen mit einer optimalen medizinischen Behandlung.

Wichtig ist, das Training an den individuellen Befund anzupassen. Bei Ruheschmerzen, offenen Wunden oder schwerer Durchblutungsstörung darf Gehtraining nicht ohne ärztliche Rücksprache begonnen werden. In unserer Gefäßpraxis in Heilbronn besprechen wir, welche Form der Bewegung geeignet ist.

Behandlung von Risikofaktoren

Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht und Bewegungsmangel können die pAVK begünstigen oder verschlechtern. Deshalb ist ihre konsequente Behandlung ein wichtiger Bestandteil der Therapie.

Dazu gehören je nach Situation Lebensstilveränderungen, medikamentöse Maßnahmen und regelmäßige Kontrollen. Ziel ist es nicht nur, die Beschwerden an den Beinen zu verbessern, sondern auch das allgemeine Gefäßrisiko zu senken.

Medikamentöse Therapie

Je nach Befund können Medikamente notwendig sein, um das Risiko für Gefäßverschlüsse zu senken, Begleiterkrankungen zu behandeln oder die Durchblutungssituation zu stabilisieren. Welche Medikamente sinnvoll sind, hängt vom individuellen Risiko und den vorhandenen Erkrankungen ab.

Die medikamentöse Behandlung wird immer in Zusammenhang mit dem Gesamtbefund betrachtet. Wichtig ist eine zuverlässige Einnahme und regelmäßige Kontrolle, insbesondere wenn zusätzlich Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte bestehen.

Weiterführende Gefäßtherapie

Wenn Beschwerden stark ausgeprägt sind oder konservative Maßnahmen nicht ausreichen, können weiterführende gefäßmedizinische Behandlungen notwendig werden. Dazu zählen je nach Befund kathetergestützte Verfahren oder operative Maßnahmen.

Ob ein Eingriff sinnvoll ist, hängt von der Lage und dem Ausmaß der Gefäßverengung, den Beschwerden und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. In Kooperation mit den SLK Kliniken, Abteilung Gefäßchirurgie, organisiert die Gefäßpraxis Heilbronn bei bestimmten Indikationen auch stationäre Behandlungen.

Nachsorge und Verlaufskontrolle

Eine pAVK ist meist eine chronische Gefäßerkrankung. Deshalb sind regelmäßige Verlaufskontrollen wichtig, auch wenn sich die Beschwerden verbessern. Dabei können Gehstrecke, Durchblutung, Risikofaktoren und der Therapieerfolg überprüft werden.

Die Nachsorge hilft, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Behandlung bei Bedarf anzupassen. So können Patientinnen und Patienten langfristig begleitet und Folgerisiken besser kontrolliert werden.

Behandlung von Lipödemen


Derzeit ist eine Neuaufnahme von Patientinnen und Patienten mit Lipödem leider nicht möglich. Wir bitten um Ihr Verständnis.

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